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Tagesgeld oder Sparbuch
 
Die über Jahrzehnte hinweg vorherrschende Geldanlageform der Deutschen, das klassische Sparbuch, hat in den Neunziger Jahren mit dem Tagesgeld Konto einen ernstzunehmenden Konkurrenten bekommen. Beide Anlageformen sind jedoch berechtigt, da sie jeweils ein eigenes Profil aufweisen und für unterschiedliche Ziele das Mittel der Wahl sind.

Das Sparbuch dient zum Zurücklegen von Anlagebeträgen, die kurzfristig nicht benötigt werden. Die Einlagen werden einmalig, als regelmäßige Sparplanzahlungen oder in unregelmäßigen Abständen vorgenommen. Ziel des Sparers ist es, eingenommenes Geld sicher zurückzulegen und damit einen Kapitalertrag zu erwirtschaften. Die gesetzliche Kündigungsfrist des Sparbuchs beträgt drei Monate. Für Einlagen auf Sparbüchern können auch längere Kündigungsfristen zwischen einem und vier Jahren vereinbart werden. Der Zinssatz für eine Einlage mit gesetzlicher Kündigungsfrist entspricht in etwa dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank. Die Verzinsung der Einlage steigt mit zunehmender Kündigungsfrist. Möchte der Anleger vor Ablauf der Kündigungsfrist auf seinen Anlagebetrag zugreifen, muss er Vorschusszinsen an das kontoführende Geldinstitut entrichten. Das Sparbuch ist somit eine sehr sichere Anlage. Die Sicherheit wird jedoch vom Kunden mit einer niedrigeren Verzinsung bezahlt. Die Liquidität von Sparbucheinlagen ist aus Sicht des Anlegers eingeschränkt.

Die typischen Kennzeichen des Tagesgeldkontos sind seine große Flexibilität und eine meist bessere Verzinsung seiner Einlagen. Der Kontoinhaber kann zu jedem Zeitpunkt über seine Einlagen verfügen. Es gibt keine Kündigungsfristen. Das Tagesgeld Konto dient deshalb zum sicheren Verwahren von Vermögen, das kurzfristig für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden soll, bis dahin jedoch Kapitalerträge für den Anleger erwirtschaften soll. Häufig werden Tagesgeldkonten bei der Bank geführt, bei der der Anleger ein Aktiendepot besitzt. Soll kurzfristig eine Aktie erworben werden, greift der Anleger auf seine Einlagen auf dem Tagesgeldkonto zurück. Grundsätzlich muss der Inhaber eines Tagesgeldkontos ein Girokonto als Referenzkonto angeben. Der Zinssatz für Tagesgeldkonten ist deutlich höher als der einer Sparbucheinlage mit gesetzlicher Kündigungsfrist. Vor allem für Neukunden werden attraktive Zinskonditionen eingerichtet. Die Geldinstitute haben allerdings die Möglichkeit, die Verzinsung der Tagesgeldeinlagen jederzeit nach vorheriger Bekanntmachung an den Markt anzupassen.

Während sich der Zinssatz für Einlagen auf Sparbüchern nach dem Diskontsatz der Zentralbank und nach der Länge der vereinbarten Kündigungsfrist richtet, ist der Zinssatz für Tagesgeldeinlagen von zwei anderen Faktoren abhängig. Zum einen wird er von den Geldinstituten als Marketing-Instrument zur Gewinnung von Neukunden eingesetzt, zum anderen hängt er stark von der Situation der aktuellen wirtschaftlichen Lage ab. Generell sind Anleger mit einem klassischen Sparbuch besser bedient, wenn sie überschaubare Anlagebeträge sicher beiseite legen und eine konstante Rendite erzielen möchten und den Anlagebetrag kurzfristig nicht benötigen. Ein Sparkonto kann jedermann eröffnen, soweit er sein 18. Lebensjahr erreicht hat. Selbst für Minderjährige kann zum langfristigen Vermögensaufbau von den Erziehungsberechtigten ein Sparbuch eingerichtet werden. Beim Tagesgeldkonto steht im magischen Dreieck der Finanztheorie die Liquidität an erster Stelle. Auch die Rendite kann je nach Marktlage überdurchschnittlich hoch ausfallen. Die hohe Flexibilität der Einlagen auf einem Tagesgeldkonto eröffnen dem Anleger jederzeit die Anlagemöglichkeiten, die ihm zum jeweiligen Zeitpunkt am lukrativsten erscheinen. Da auch ein Tagesgeldkonto im Normalfall keinen Überziehungskredit ermöglicht, kann jeder Volljährige ein Konto eröffnen, soweit er ein Girokonto als Referenzkonto vorweisen kann.

Tagesgeldkonten werden in aller Regel über das Internet-Portal des Geldinstituts vom Kunden online eingerichtet und geführt und gehören deshalb zum Schwerpunkt der Dienstleistungen von Direktbanken. Aus diesem Grund weisen die Tagesgeldkonten der Direktbanken häufig überdurchschnittlich günstige Konditionen wie eine kostenlose Kontenführung oder eine hohe Verzinsung der Einlagen auf. Als Marktführer im Bereich des Tagesgeldes gelten die comdirect, die 1822direkt, die DKB, Cortal Consors sowie die Bank of Scotland. Die Geldinstitute bieten ihren Kunden ein sehr benutzerfreundliches und preisgünstiges Online-Banking an. Doch auch die Postbank, die Volkswagenbank und die Institute der Sparkassengruppe beteiligen zunehmend auf dem Tagesgeldmarkt mit großzügigen Internet-Auftritten und vorteilhaften Konditionen für ihre Anleger.