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Fondsgebundene Lebensversicherung (FLV) gegen laufende Prämie oder gegen Einmalbetrag
 

Die Fondsgebundene Lebensversicherung ist eine Kapitalbildende Lebensversicherung, bei der die Kapitalanlage auf Rechnung und Risiko des Versicherungsnehmers in vertraglich bestimmten Kapitalanlagen, meist Anteile eines Investmentfonds erfolgt. Die Wertänderung bzw. Kapitalerträge dieser Kapitalanlagen gehen vollständig zu Lasten bzw. zu Gunsten des Versicherungsnehmers.



Daher übernimmt die Versicherung keine Garantie über eine bestimmte Ablaufleistung. Die Höhe der Ablaufleistung hängt ausschließlich von der Wertentwicklung der betreffenden Kapitalanlage ab. Inzwischen gibt es aber auch Formen, die eine Anlage in Garantiefonds vorsehen oder bei denen der Versicherer zusätzlich eine bestimmte Garantie übernimmt.

Da die Kapitalanlage nicht von dem Versicherer im Hinblick auf seine eigene Risikominimierung aus einer Garantie oder zugunsten des Versicherungsnehmers zur Erzielung einer verlässlichen Ablaufleistung vorgenommen wird, sind die Ergebnisse der fondsgebundenen Lebensversicherung meist sehr volatil und wenig vorherbestimmbar. Jedoch kann der Versicherungsnehmer selbst Einfluss auf die Anlagestrategie nehmen. So kann er die mit dem Vertrag verbundenen Investmentfonds selbst wählen. Häufig ist auch eine Streuung (Diversifikation) des Sparbetrages auf mehrere Investmentfonds möglich.

Der Kunde kann auch die Auswahl der Investmentfonds während der Vertragsdauer ändern:

Shift(ing): Das gesamte vorhandene Fondsguthaben in einen anderen Fonds Ihrer Wahl übertragen.
Switch(ing): Die zukünftigen, monatlich bezahlten Prämien werden in einen neuen Fonds Ihrer Wahl investiert. Das bereits vorhandene Fondsguthaben bleibt in dem ursprünglichen gewählten Investmentfonds investiert.

Wichtiger Hinweis: Anzahl und Durchführung von Shifts sind jeweils vom Versicherungskonzern abhängig. Hierbei empfiehlt es sich vor Vertragsabschluss zu prüfen, wie diese vom Versicherer durchgeführt werden. Es sollten jedoch mehrere Shifts pro Jahr kostenlos möglich sein, am Besten täglich zu den Börsenhandelstagen, um auf etwaige Ereignisse, die die Ablaufleistung beeinflussen, schnellstmöglich reagieren zu können. Ein guter Ansatz ist hier 6xJahr/Börsentäglich. Ein Shift wird normalerweise dann durchgeführt um vorhandene, überdurchschnittlich hohe Gewinne abzusichern und in ein risikoärmeres Portfolio zu übertragen.

Die Versicherungssumme im Todesfall ist bei der FLV oft von der Summe der zu zahlenden Beiträge (Beitragssumme) abhängig. Diese Todesfallsumme liegt in der Regel zwischen 5% und 600% der Versicherungssumme.

Weitere üblich flexible Bausteine der FLV sind:

Verlängerungsoption: Der Versicherungsnehmer kann den Vertrag z.B.: um weitere 5 Jahre verlängern. Das kann sinnvoll sein, wenn die Fondsanteile zum Vertragsablauf niedrig stehen.
Ablaufmanagement: Das Versicherungsunternehmen schichtet (Shifting) automatisch oder nach Angebotsunterbreitung an den Versicherungsnehmer, in der Regel 5 Jahre vor Vertragsschluss, das vorhandene Fondsguthaben in risikoärmere Fonds (meist Renten- oder Geldmarktfonds), die einem geringeren Schwankungsrisiko ausgesetzt sind, um.
Übertragsungsoption: Der Versicherungsnehmer kann sich die Fondsanteile, nach Vertragsbeendigung, auf sein eigenes Wertpapierdepot übertragen lassen.
Abrufoption: Der Kunde kann sich, anders als bei konventionellen Lebensversicherungen, auch während der Laufzeit, beliebige Teilbeträge aus dem vorhandenen Fondsguthaben auszahlen lassen.
Sonderzahlungsoption: Durch Sonderzahlungen kann man sein investiertes Kapital in einem bereits besthenden Vertrag erhöhen.
Abschließend beurteilt sind Fondsgebundene Lebensversicherungen weit flexibler und transparenter als konventionelle Verträge. Allerdings ist die Verwaltung solcher Produkte wegen der hohen Flexibilität auch deutlich teurer. Die Transparenz der Versicherer ist zwar hoch, doch die Beurteilung der Erfolgsaussichten von Fonds, welche dem Kursrisiko unterliegen, ist selbst für den Fachmann schwierig. Diesem Risiko kann man aber durch Anlage in risikoarmen Fonds entgegensteuern, was aber eine deutlich niedrigere Rendite zur Folge hat.

Wichtiger Hinweis: In Österreich wird bei Verträgen über 10 Jahre eine Versicherungssteuer von 4% der Beitragssumme eingehoben. Eine Versicherungslaufzeit von unter 10 Jahren ist nicht sinnvoll und wird auch nicht am Markt angeboten. Einzig positiv an der Versicherungssteuer ist, dass die innerhalb der Versicherung angesammelten Gewinne Kest und Einkommenssteuerfrei sind. Das hat zur Folge, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt, wo genügend Kapital vorhanden ist, die Fondsgebundene Lebensversicherung aufgrund der steuerlichen Behandlung profitabler ist, als das gleiche Portfolio auf einem normalen Wertpapierdepot. Bei monatlich besparten Verträgen ist das in der Regel nach dem 13-15 Jahr, je nach Wertentwicklung, der Fall. Weiters fallen bei der FLV keine Depotführungsgebühren, sowie Ausgabeaufschläge an.

Quelle: Ehrliche-Gauner.com